Die Entdeckung von Tadalafil, besser bekannt unter dem Namen Cialis, ist eigentlich einem Zufall zu verdanken. Forscher hatten in den 1990er Jahren an einem Mittel gegen Herzbeschwerden geforscht. Zufällig stellte sich eine positive Auswirkung auf die männliche Erektion heraus.

1994 wurde der erste Patient behandelt, bis zur Zulassung des Medikamentes sollte es jedoch noch dauern. Viagra dominierte mit einem Patent den Markt für Potenzpillen. Diese Vormachtstellung änderte sich, als der Pharmakonzern Eli Lilly 2003 das Präparat Cialis auf den europäischen Markt brachte. Cialis ist aufgrund der längeren Wirkungsdauer von 36 Stunden Viagra deutlich überlegen.

Mehr zur Wirkung von Tadalafil finden Sie auf dieser Seite.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Tadalafil

Hauptanwendung des Wirkstoffes Tadalafil stellt die Behandlung und Verringerung von Erektionsstörungen sowie Impotenz dar. Dabei hat die Substanz keine luststeigernde Wirkung und führt nicht durch die bloße Einnahme zu einer Erektion. Damit ein Erregungszustand des männlichen Gliedes erreicht wird, der den Geschlechtsverkehr ermöglicht, ist eine physische oder mechanische sexuelle Stimulation von außen notwendig.

Neben erektiler Dysfunktion (Impotenz) wird Tadalafil auch bei der Behandlung von Lungenhochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie) eingesetzt. Die Einnahme ist in der Regel langfristig ausgelegt, bei Erektionsstörungen ist jedoch auch eine einzelne, an die Situation angepasste Einnahme möglich.

In Deutschland wird Tadalafil nur in Tablettenform vertrieben. Die Einnahme sollte mindestens eine halbe Stunde vor der geplanten sexuellen Aktivität erfolgen, die Standarddosis beträgt bei den meisten Männern zehn Milligramm. Unabhängig davon, ob eine sexuelle Aktivität geplant ist, können auch täglich fünf Milligramm Tadalafil angewendet.

So lässt sich ein konstanter Pegel des Wirkstoffes im Blut erzielen, was eine unbeschwerte Planung des Liebesleben ermöglicht. Im Rahmen einer gutartigen Prostatavergrößerung sowie pulmonaler Hypertonie erfolgt die Einnahme einmal täglich. Der Arzt verschreibt, abhängig von den Details der Diagnose eine Dosis zwischen vier und vierzig Gramm.

Wichtig ist, dass Tadalafil immer etwa um die gleiche Tageszeit eingenommen wird. Wie bei jedem verschreibungspflichtigen Medikament ist die Dosis immer mit dem behandelnden Arzt abzustimmen und sollte niemals eigenmächtig angepasst werden.

Wie wirkt Tadalafil?

Die Erektion beim Mann tritt im Zusammenhang mit sexueller Erregung auf, die entweder durch mechanische oder psychische Reize ausgelöst wurde. Durch Nervensignale werden Botenstoffe in den Blutgefäßen des männlichen Geschlechtsteils aktiviert.

Dadurch wird der Schwellkörper des Penis mit Blut gefüllt. Eine wesentliche Rolle dabei spielt der Botenstoff zyklisches Guanosinmonophosphat (cGMP), der die zuführenden Blutgefäße in der Region weitet, wodurch es ermöglicht wird, dass in die Schwellkörper mehr Blut einströmen kann.

Als Ergebnis richtet sich das männliche Glied auf und wird steif. Um den Penis nach dem Verkehr wieder schlaff werden zu lassen, wird der Botenstoff nach und nach wieder abgebaut. Um bei Potenzproblemen das Sexualleben wieder in vollen Zügen genießen zu können, werden sogenannte PDE-5-Hemmer eingesetzt. Die Abkürzung steht für das Enzym Phosphodiesterase-5.

Wirkungsweise von PDE-5-Hemmern

Tadalafil hemmt dieses Enzym, das den Botenstoff cGMP abbaut. Der Spiegel von cGMP im Blut bleibt dadurch hoch genug, um eine Erektion zu ermöglichen. Das Verhalten der Blutgefäße im Penis kann auch auf die Gefäße in der Blase sowie in der Prostata übertragen werden. Durch eine Hemmung des Abbaus von cGMP kann Tadalafil auch dort erreichen, dass es zu einer Entspannung der Muskulatur der Gefäßwände kommt. Dadurch weiten sich die Gefäße und die Durchblutung wird verbessert.

Bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata hat Tadalafil daher einen positiven Einfluss auf das Fortschreiten der Krankheit. Wenn im Lungenkreislauf ein zu hoher Blutdruck herrscht (pulmonale Hypertonie) kann Tadalafil auch hier für Entspannung sorgen, was die Wände der Gefäße und beteiligten Organe schont.

Wenn Tadalafil über den Mund verabreicht wird, erreicht der Wirkstoff nach etwa zwei Stunden seine höchste Konzentration im Blut. Durch die Einnahme von Tadalafil kann eine Erektion in einem Zeitraum von bis zu 36 Stunden unterstützt werden. Im Vergleich dazu ist nach der Anwendung von Sildenafil, dem Wirkstoff von Viagra, eine Erektion nur über das relativ kleine Zeitfenster von vier Stunden möglich. Tadalafil wird aus diesem Grund im Volksmund auch als die “Wochenendpille” bezeichnet.

In der Leber wird Tadalafil zu nicht wirksamen Stoffwechselprodukten verstoffwechselt. Nach etwas weniger als 18 Stunden verlässt die Substanz den Körper auch schon wieder. Zwei Drittel des aufgenommenen Tadalafil werden über den Stuhl ausgeschieden, der Rest über den Urin. Obwohl Tadalafil gut verträglich ist, können manche Menschen Tabletten zur Steigerung der Potenz nicht einnehmen.

Entweder, weil sie allergisch auf Inhaltsstoffe reagieren, bei der Einnahme von Tadalafil Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten oder die Substanz einfach nicht wirkt. In diesem Fall muss auf andere Potenzmittel wie Injektionen, Vakuumpumpen oder ein Implantat ausgewichen werden.

Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen von Tadalafil

Patienten, die unter schweren Leberschäden oder an Herz-Kreislauferkrankungen leiden, sollten Tadalafil ebensowenig einnehmen wie Menschen, deren Sehnerv erkrankt oder geschädigt ist. Denn in schweren Fällen kann das eine Erblindung herbeiführen.

Liegen arterielle Durchblutungsstörungen oder ein Geschwür des Magens oder Zwölffingerdarms, ist die Einnahme immer ärztlich abzuwägen. Bei einer Missbildung oder Erkrankung des Penis sowie bei Leukämie und Plasmozytom darf das Medikament nicht eingenommen werden. Tritt unter der Einnahme eine schmerzhafte Dauererektion auf, ist sofort ein Arzt zu konsultieren.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Alphablockern oder Medikamenten auf der Basis von Nitraten kann es zu einer Verstärkung der Wirkung von Tadalafil und somit auch zu stärkeren Nebenwirkungen kommen. Häufig beobachtet werden unter der Einnahme:

  • Störungen des Verdauungstraktes
  • Schmerzen im Rücken sowie den Armen und Beinen
  • Kopfschmerzen
  • Rötungen im Gesicht
  • verstopfte Nase

Gelegentlich werden folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Schwindel
  • Hoher Blutdruck
  • Brustschmerzen
  • Störungen des Hörvermögens
  • Migräne
  • Mundtrockenheit
  • Schmerzhafte Dauererektion
Cialis-Nebenwirkungen
Quelle: Sanego.de

Wenn Mittel gegen Pilzerkrankungen wie Itraconazol oder Ketoconazol eingenommen werden, wird die Wirkung von Tadalafil und damit das Risiko von Nebenwirkungen ebenfalls erhöht. Manche Medikamente zur Behandlung bakterieller Infektionen oder gegen den HI-Virus wie Cimetidin oder Ritonavir greifen ebenfalls in den Leberstoffwechsel ein, was ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen bedeutet.

Gefäßerweiternde Mittel auf der Basis von Nitraten können in Kombination mit Tadalafil zu einem starken Blutdruckabfall, Blutgerinnungsstörungen und einer erhöhten Herzfrequenz führen. Erfolgt während der Einnahme der Genuß von Grapefruitsaft, wird der Abbau von Tadalafil im Organismus verhindert und gleichzeitig die Häufigkeit der Nebenwirkungen verstärkt.

Eine parallele Einnahme von Enzyminduktoren wie Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin und Rifamicin schwächt die Wirkung von Tadalafil ab.

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Quellen:

  1. Govier F et al.: A multicenter, randomized, double-blind, crossover study of patient preference for tadalafil 20 mg or sildenafil citrate 50 mg during initiation of treatment for erectile dysfunction. URL: ncbi.nlm.nih.gov, abgerufen am 10. Juni 2018.
  2. Giovanni Vanni Frajese et al.: Tadalafil in the treatment of erectile dysfunction; an overview of the clinical evidence. URL: ncbi.nlm.nih.gov, abgerufen am 10. Juni 2018.
  3. Fachinformation Cialis. Lilly Deutschland GmbH. URL: lilly-pharma.de, abgerufen am 10. Juni 2018.
  4. Männer schätzen lange Wirkdauer von Tadalafil. In: Ärzte Zeitung. URL: aerztezeitung.de, abgerufen am 10. Juni 2018.
  5. Gebrauchsinformation Cialis. In: Cialis.de, Lilly Deutschland GmbH. URL: cialis.de, abgerufen am 10. Juni 2018.
  6. Gresser, Ursula; Gleiter, Christoph. Erectile dysfunction: comparison of efficacy and side effects of the PDE-5 inhibitors sildenafil, vardenafil and tadalafil–review of the literature. In: European Journal of Medical Research Volume 7, 10/2002. Holzapfel Verlag. URL: researchgate.net, abgerufen am 10. Juni 2018.
  7. Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit: Cialis, Tadalafil. In: European Medicines Agency. URL: ema.europa.eu, abgerufen am 10. Juni 2018.
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