Viele Männer schätzen das Potenzmittel Cialis aufgrund der unkomplizierten Anwendung und der zuverlässigen und langen Wirkungsdauer. Trotzdem kann es passieren, dass Cialis nicht wirkt. Dafür können ganz verschiedene Gründe verantwortlich sein, viele lassen sich jedoch mit sehr einfachen Maßnahmen aus der Welt schaffen.

Sexuelle Stimulation ist Grundvoraussetzung für Wirksamkeit

Cialis gehört zur Gruppe der PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Hemmer). Das bedeutet, der in dem Medikament enthaltene Wirkstoff Tadalafil hemmt bei Männern, die unter Erektionsstörungen (Impotenz) leiden, das Enzym PDE-5. Dadurch wird die Blutzufuhr in den Penis entscheidend verbessert und der Mann kann wieder unbeschwert sein Sexualleben genießen.

Trotz allem kommt es immer wieder vor, dass Männer unter der Einnahme von Cialis keine Erektion haben. Zunächst müssen gewisse Grundvoraussetzungen gegeben sein, damit ein PDE5-Hemmer wie Cialis überhaupt wirken kann. Denn lediglich die Einnahme des Potenzmittels garantiert noch keine Erektion. Hierfür ist eine gewisse sexuelle Erregung und Stimulation notwendig.

Der in Cialis enthaltene Wirkstoff Tadalafil verstärkt lediglich das Zustandekommen dieser Erektion und fördert ihren Erhalt. Eine Partnerschaft, in der Vertrauen die Basis bildet, kann helfen, zu einer Atmosphäre beizutragen, in der eine Erektion entspannt zustande kommt. Bei diesem Thema sind auch Fingerspitzengefühl und Sensibilität der beteiligten Partner gefragt.

Die Reizübertragung durch die Nerven muss noch funktionieren

Bei bestimmten körperlichen Grundleiden können Potenzmittel nicht wirken. Ein PDE 5-Hemmer greift erst relativ spät in das Zustandekommen der Erektion ein. Das bedeutet, alle vorgeschalteten Körperfunktionen müssen reibungslos funktionieren, damit Cialis die Erektion unterstützt.

Vor allem die Nerven in der Beckenregion müssen entsprechende Reize weiterleiten können. Sind diese durch Unfall oder Krankheit stark beschädigt, können Cialis und andere PDE-5-Hemmer (Viagra, Levitra und Spedra) leider nicht mehr helfen. Ist die Reizübertragung der Nerven durch eine Operation oder eine Erkrankung lediglich gestört, kann Cialis betroffenen Männern trotzdem noch eine Erektion ermöglichen.

Bei starkem Leistungsdruck spricht Cialis unter Umständen nicht an

Verschiedene Studien haben untersucht, warum Potenzmittel bei manchen Männern nicht wirken. Sie kommen alle zu ähnlichen Schlüssen. Interessant ist vor allem der Fakt, dass bei 69 Prozent der Männer Potenzmittel wie Cialis nicht aufgrund der Zusammensetzung des Medikamentes nicht wirkten.

Sondern diese Männer hatten vielmehr verschiedene Fehler bei der Einnahme gemacht. Von den Männern, die sich an die Anweisung der Ärzte hielten, konnten 77 Prozent danach eine zufriedenstellende Erektion erreichen. Viele Männer setzen sich vor allem selbst unter Leistungsdruck und versteifen sich darauf, dass Cialis nach der Einnahme funktionieren muss.

Mit dem Ergebnis, dass alle Gedanken nur noch um die Erektion kreisen, die in einer derartigen Atmosphäre natürlich schwerer zustande kommt. Die Angst, zu versagen, kann jedoch auch von der Partnerin geschürt werden, die mit einer gewissen Erwartungshaltung an das sexuelle Erlebnis geht. Männer, die sich derartige Stressmomente ersparen wollen, sollten die Wirkung von Cialis zunächst im Rahmen der Selbstbefriedigung ausprobieren.

Alkohol kann Cialis ausbremsen

Sich Mut anzutrinken ist generell keine gute Idee und unter der Einnahme von Cialis definitiv nicht ratsam. Denn Alkohol kann die Wirkung von Cialis aushebeln, wobei der Hersteller bei einem mäßigen Alkoholgenuss vor der Einnahme keine Problematik einräumt. Der Genuss von Grapefruitsaft sollte jedoch komplett vermieden werden.

In der Studie fiel auf, dass viele Männer ihren PDE-5-Hemmer kurz nach einer sehr fetthaltigen und kalorienreichen Mahlzeit einnahmen. Von Viagra und Levitra ist bekannt, dass fettige Speisen die Wirkung abschwächen.

Der Hersteller von Cialis macht bezüglich der Mahlzeiten keine Einschränkungen, doch sollte vor der Einnahme trotzdem besser einer leichten Kost der Vorzug gegeben werden. Denn wenn der Magen voll und nur mit der Verdauung beschäftigt ist, dauert es naturgemäß länger, bis der Wirkstoff Tadalafil ins Blut resorbiert wird.

Cialis braucht Zeit um zu wirken

Gemäß den Ergebnissen der Studien startet einer von sechs Männern viel zu früh nach der Einnahme mit dem Geschlechtsverkehr. Die Wirkung von Cialis setzt frühestens nach einer Stunde ein. Das Konzentrationsmaximum von Tadalafil im Blut ist in der Regel nach zwei Stunden erreicht.

Da die Wirkung von Cialis insgesamt 36 Stunden anhalten kann, können Männer nach der Einnahme ihre Sexualität entspannt planen. Cialis wird schließlich nicht umsonst im Volksmund als “Wochenendpille” bezeichnet. Auch hier empfiehlt sich bei der ersten Einnahme eine Art Selbsttest. Männer können so ohne Druck überprüfen, nach welcher Zeitspanne bei ihnen die volle Wirkung von Cialis einsetzt.

Eine Anpassung der Dosis verbessert Wirkungsweise von Cialis

Viele Männer denken, Cialis wirke nicht, wenn nach der ersten Einnahme keine Erektion zustande kommt. Es spricht jedoch nicht jeder gleich schnell auf den Wirkstoff Tadalafil an. Bevor wirklich davon ausgegangen werden kann, dass Cialis nicht wirkt, sollte das Präparat mindestens sechs-bis achtmal ausprobiert werden. Zeigt sich danach keine Wirkung, könnte nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt die Dosis erhöht werden.

Während es für manche Patienten sinnvoll ist, bei Bedarf eine höhere Dosis Cialis einzunehmen, ist für andere eine Dauermedikation sinnvoll. Wie eine Studie, die im “Journal of Impotence Research” veröffentlicht wurde, zeigt, können 60 Prozent der Männer, die täglich 10mg Cialis einnehmen, nach einer gewissen Zeit auf die bedarfsabhängige Dosis von 20mg wechseln.

Die Wirkung von Tadalafil kann mit der Einnahme von täglich fünf bis zwölf Gramm L-Arginin unterstützt werden. Bei manchen Männern hat sich zudem eine Kombinationstherapie aus Cialis und Levitra bewährt. Rund die Hälfte der Anwender erreichte dadurch eine zufriedenstellende Erektion. Alternativ kann der Arzt empfehlen, einen anderen PDE-5-Hemmer wie Viagra auszuprobieren.

Cialis wirkt nicht bei Testosteronmangel

Prinzipiell sollte vor der Verordnung eines PDE-5-Hemmers wie Cialis der Testosteronwert des Patienten bestimmt werden. Denn bei einem Testosteronmangel wirkt Cialis entweder überhaupt nicht oder nur eingeschränkt. Die Behandlung des zugrundeliegenden Testosteronmangels hilft dann nicht nur, die Ansprache auf das Potenzmittel zu verbessern, sondern trägt auch zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens bei.

Ebenfalls kontrolliert werden sollte die Neigung eines Patienten zur Schlafapnoe sowie die Blutfettwerte. Eine Therapie der Begleiterkrankungen kann sich in vielen Fällen ebenfalls positiv auf die Erektionsfähigkeit auswirken. Manche Medikamente gegen Bluthochdruck (Hypertonie) können die Wirkung von PDE-5-Hemmern beeinträchtigen.

Ein Wechsel zu einem Präparat aus der Gruppe der Sartane oder Nebivolol behandelt einerseits den Bluthochdruck zuverlässig, hebt jedoch nicht die Wirkung von Cialis auf. Kommt ein PDE-5-Hemmer nicht infrage, hat der Patient die Möglichkeit, auf mechanische Hilfsmittel oder Injektionen in den Schwellkörper zurückzugreifen.

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Quellen:

  1. Govier F et al.: A multicenter, randomized, double-blind, crossover study of patient preference for tadalafil 20 mg or sildenafil citrate 50 mg during initiation of treatment for erectile dysfunction. URL: ncbi.nlm.nih.gov, abgerufen am 10. Juni 2018.
  2. Giovanni Vanni Frajese et al.: Tadalafil in the treatment of erectile dysfunction; an overview of the clinical evidence. URL: ncbi.nlm.nih.gov, abgerufen am 10. Juni 2018.
  3. Fachinformation Cialis. Lilly Deutschland GmbH. URL: lilly-pharma.de, abgerufen am 10. Juni 2018.
  4. Männer schätzen lange Wirkdauer von Tadalafil. In: Ärzte Zeitung. URL: aerztezeitung.de, abgerufen am 10. Juni 2018.
  5. Gebrauchsinformation Cialis. In: Cialis.de, Lilly Deutschland GmbH. URL: cialis.de, abgerufen am 10. Juni 2018.
  6. Gresser, Ursula; Gleiter, Christoph. Erectile dysfunction: comparison of efficacy and side effects of the PDE-5 inhibitors sildenafil, vardenafil and tadalafil–review of the literature. In: European Journal of Medical Research Volume 7, 10/2002. Holzapfel Verlag. URL: researchgate.net, abgerufen am 10. Juni 2018.
  7. Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit: Cialis, Tadalafil. In: European Medicines Agency. URL: ema.europa.eu, abgerufen am 10. Juni 2018.
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