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Erektionsstörungen ist bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) eine der häufigsten Folgeerkrankungen: Etwa 50 Prozent der Männer, die an Diabetes erkrankt sind, leiden Innerhalb von zehn Jahren nach Ausbruch der Erkrankung an einer erektilen Dysfunktion (Impotenz).

Die männlichen Diabetiker sind rund zwei- bis dreimal häufiger davon betroffen, als Männer ohne Diabetes mellitus. Die Betroffenen sind nicht in der Lage, eine ausreichende Erektion zu erreichen oder diese über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Befriedigender Geschlechtsverkehr ist somit nicht möglich.

Erektionsstörungen (Impotenz) & Diabetes

Bei Diabetikern treten Erektionsstörungen tendenziell in einem jüngeren Alter auf, als bei gesunden Männern. Zudem steigt mit dem Lebensalter auch die Zahl der Diabetiker mit einer erektilen Dysfunktion. In der Regel ist sie die Folge unterschiedlicher Einflüsse, deren Ursache erhöhte Blutzuckerwerte zugrunde liegen.

Durch die erhöhten Zuckerwerte im Blut tragen die Nervenzellen und die Arterien auf Dauer einen Schaden davon. Im Rahmen einer Zuckerkrankheit können Potenzprobleme daher ein Vorbote für verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein (z.B. koronare Herzkrankheit / KHK, Bluthochdruck).

Je früher sich ein Diabetiker mit Erektionsstörungen an einen Arzt wendet, desto besser stehen die Chancen auf Heilung. Damit sichergestellt werden kann, dass die Erektionsstörungen tatsächlich die folge des Diabetes sind, müssen im Vorfeld andere körperliche und psychische Ursachen durch den Arzt ausgeschlossen werden.

Diabetes und Impotenz
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Mehr als 50% aller Diabetiker leiden früher oder später unter Impotenz.

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Potenzprobleme bei Diabetes: Die möglichen Ursachen

Die erektile Dysfunktion als Folge von Diabetes entsteht nicht einzig und alleine durch eine einzige Ursache. Es sind vielmehr verschiedene Faktoren, die dabei gemeinsam wirken. Sind die Blutzuckerwerte dauerhaft erhöht, kann dies die Nerven und die Arterien stark beeinträchtigen, sodass unter Umständen die Schwellkörper im männlichen Glied nicht mehr richtig funktionieren.

Als Ursache für eine erektile Dysfunktion bei Männern mit Diabetes kommen folgende infrage:

Wie schnell sich die Erektionsstörungen ausbilden, hängt ebenfalls von verschiedenen Faktoren ab. So spielt es eine Rolle, wie lange der Betroffene bereits unter der Krankheit leidet, inwiefern die Blutzuckerwerte gut eingestellt sind und ob andere gesundheitliche Risikofaktoren bestehen (z.B. eine koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck). Starker Zigarettenkonsum lässt die erektile Dysfunktion schneller fortschreiten, ebenso die Einnahme von Medikamenten, die gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck) wirken.

Hormonstörungen kommen ebenfalls als Ursache in Frage. Zudem spielen an der Entstehung von Erektionsstörungen im Rahmen der Zuckerkrankheit psychische Faktoren eine große Rolle: Der betroffene Patient ist durch die Erkrankung einer starken psychischen Belastung ausgesetzt, was auch der Partner zu spüren bekommt. Das belastet die Paarbeziehung nicht selten stark – was sich natürlich auf das Liebesleben nachteilig auswirkt.

Diagnose und Arztgespräch

Um eine mögliche Potenzstörung abzuklären, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Der betroffene Patient kann sich sowohl an seinen Hausarzt wenden, als auch an einen Urologen oder Diabetologen.

Dr Arzt wird zunächst ein Gespräch veranlassen, um darin nach den möglichen Ursachen zu suchen. Hierbei ist es wichtig, dass der Patient keinen Fragen ausweicht und offen über die bestehenden Probleme redet. Nur so kann der Arzt eine entsprechende Therapie anordnen.

Anschließend wird mit einer Blutuntersuchung geklärt, inwieweit genug Testosteron vorhanden ist. Zudem werden hierdurch Fettstoffwechselstörungen ausgeschlossen und Schilddrüsenwerte bestimmt. Letzten Endes kann der Arzt feststellen, ob die Erektionsstörungen nur vorübergehend sind, oder ob es sich um eine Spätfolge der Zuckerkrankheit handelt. Zuletzt wird noch die entsprechende Therapieform umfassend mit dem Patienten abgeklärt.

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Ist Impotenz bei Diabetes heilbar?

Als Folge einer Zuckererkrankung (Diabetes mellitus) kann Impotenz auftreten.

Es gibt zahlreiche Therapiemöglichkeiten, um Impotenz und Erektionsstörungen beim Mann zu behandeln. Neben potenzsteigernden Medikamenten können Vakuumpumpen oder eine Hormonersatztherapie helfen und gegebenenfalls auch eine psychotherapeutische Behandlung.

Alle Behandlungsmöglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile. Potenzsteigernde Medikamente wie Sildenafil (Viagra), Tadalafil (Cialis) oder Vardenafil führen bei etwa 60 % der Diabetiker zu einer Erektion. Weitere Informationen erhalten Sie auf unseren Seiten “Viagra oder Cialis: Was ist besser?” und “Sildenafil & Tadalafil im Vergleich und Test“.

Die unterschiedlichen Nebenwirkungen und Gegenanzeigen dieser Medikamente müssen beachtet und mit dem Arzt besprochen werden. Die im Einzelfall beste Therapie muss mit dem Arzt und mit dem Partner besprochen werden.

Erektionsstörungen von Männern mit Diabetes können effektiv mit sogenannten PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-Typ-5-Inhibitoren) behandelt werden, die man eher unter dem Handelsnamen Viagra, Cialis (Was ist Cialis? Cialis Definition) oder Levitra kennt. Die Einnahme dieser Medikaments muss in jedem Fall mit dem Arzt besprochen werden. Dabei müssen die möglichen Nebenwirkungen genau abgewogen werden.

Mechanische Erektionshilfen wie Vakuumpumpen können ebenfalls Abhilfe schaffen. Eine weitere Behandlungmöglichkeit sind sind gefäßerweiternde Substanzen, die in den Schwellkörper des Penis eingespritzt werden oder in die Harnröhre eingeführt werden.

Erektile Dysfunktion bei Diabetes mellitus: Behandlungsmöglichkeiten

Je früher die erektile Dysfunktion bei Diabetes erkannt wird, umso besser kann sie behandelt werden. Oft können die Diabetiker ihre Erektionsfähigkeit schon durch eine gute Blutzuckereinstellung zurückgewinnen. Auch partnerschaftliche Probleme, die aufgrund des herabgesetzten sexuellen Verlangens im Laufe der Zeit bestehen könnten, lassen sich ebenfalls durch eine frühzeitige psychologische Behandlung vermeiden.

Dem Mediziner stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, Erektionsstörungen beim Mann zu behandeln:

Medikamentöse Behandlung

Eine medikamentöse Behandlung von Erektionsstörungen ist in Europa seit 1998 möglich. Bei ca. 60 Prozent der Diabetiker kommt nach der Einnahme von Medikamenten wie Viagra® (Wirkstoff Sildenafil), Cialis® (Wirkstoff Tadalafil) und Levitra® (Wirkstoff Vardenafil), etwa für rund 30 bis 60 Minuten eine Erektion zustande. Sie hält 1 bis 4 Stunden an.

Die Einnahme geht leider mit einigen Nebenwirkungen einher: Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Sehstörungen und Verdauungsprobleme kommen relativ häufig vor. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite “Einnahme von Cialis bei Diabetes“.

Potenzmittel gegen Impotenz

Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT)

Bei dieser Methode wird mit einer feinen Kanüle ein Medikament in einen Schwellkörper am Glied injiziert, wodurch eine Erektion ausgelöst wird. Der Patient hat die Möglichkeit, selbst diese Methode auszuführen. Durch die Nebenwirkungen wie Schmerzen im Penis und an der Einstichstelle, Kreislaufprobleme und örtliche Blutergüsse führen jedoch nur die wenigsten Diabetiker diese Behandlung dauerhaft durch.

Applikator

Direkt nach dem Wasserlassen wird ein Stäbchen mit dem Wirkstoff Alprostadil in die feuchte Harnröhre eingeführt, was die Durchblutung anregt und so eine Erektion ermöglicht. Diese Behandlungsmethode hat sich allerdings nur in wenigen Fällen wirklich bewährt.

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Mechanische Hilfsmittel

Mithilfe mechanischer Hilfsmittel wie einer Vakuumpumpe wird das Blut in den Penis gezogen, sodass dieser ausreichend verdickt wird und steif. Mithilfe eines Gummibandes wird die so herbeigeführte Erektion aufrecht erhalten – in der Regel ist dies bis zu 30 Minuten möglich. Medizinische Nebenwirkungen gibt es bei diesem Verfahren nicht, allerdings wird das Gummiband nicht selten als sehr störend empfunden.

Operative Eingriffe

Operative Eingriffe sind die letzte Therapiemaßnahme, wenn die Blutgefäße und die Nervenbahnen bereits sehr stark durch den Diabetes geschädigt sind. Bei einer Operation wird in der Regel ein Schwellkörperimplantat eingesetzt. Die operative Versorgung ist eine äußerst aufwändige Behandlungsmöglichkeit und dazu ist sie nicht ganz risikofrei.

In den Schwellkörper des Patienten werden hierbei luftballonartige Hohlkammern eingesetzt, die nach Bedarf mit Flüssigkeit oder auch mit Gas gefüllt werden. Operative Maßnahmen kommen nur noch selten zum Einsatz, um Erektionsstörungen bei Diabetes zu behandeln. Die medikamentöse Therapie ist in der Regel bei einer erektilen Dysfunktion die erste Maßnahme.

Erektionsstörungen bei Diabetes mellitus: Vorbeugung

Um Potenzproblemen im Rahmen der Zuckerkrankheit vorzubeugen, sollte der Erkrankte insbesondere auf gute Blutzuckerwerte achten. Die Werte sollten entsprechend gut kontrolliert und dauerhaft stabil gehalten werden. Zudem können Diabetiker zusätzliche Risikofaktoren vermeiden, indem auf Zigaretten und Alkohol verzichtet wird, denn diese schädigen zusätzlich die Nervenbahnen und Gefäße.

Was Betroffene selbst tun können

Nach der Diagnose Diabetes und dem damit verbundenen Wissen, unter einer chronischen Krankheit zu leiden, sollte der Diabetiker im Idealfall

Gesund essen
Für übergewichtige Patienten mit Diabetes Typ-2 ist eine fettreduzierte, ausgewogene Ernährung wichtiger Teil der Behandlung.

Nachdem sich durch die angeordnete Therapie die Blutfett- und Blutzuckerwerte normalisiert haben, können die Potenzprobleme mitunter von selbst wieder verschwinden. Oft kann dies bereits durch genügend Bewegung und eine Ernährungsumstellung erreicht werden.

Diabetes als chronische Erkrankung ist für die Betroffenen meist schon Leid genug. Kommt dann auch noch eine Impotenz hinzu, sollten sich betroffene Personen auf keinen Fall schämen, einen Arzt aufzusuchen. Es gibt Hilfe und mit dem Problem haben viele Diabetiker zu kämpfen. Weitere Informationen zur Impotenz-Vorbeugung finden Sie auf der Seite “Impotenz vorbeugen – Prävention erektiler Dysfunktion“.

Quellen:

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  1. KV-Gesundheitsratgeber: Potenzprobleme bei Diabetes mellitus. Kassenärztliche Vereinigung Berlin. URL: kvberlin.de, abgerufen am 11. Juni 2018.
  2. Erektile Dysfunktion (Potenzstörung, Erektionsstörung, Impotenz). In: Apotheken Umschau, Gesundheits-Tipps und Infos zu Medizin, Krankheiten, Therapien, Laborwerten und Medikamenten. URL: apotheken-umschau.de, abgerufen am 11. Juni 2018.
  3. Stephan Soutschek: Diabetes und Sexualität. In: Diabetes-Ratgeber, unabhängige Informationen rund um das Thema Diabetes Typ 1 und Typ 2 (Zuckerkrankheit). Herausgeber: Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG. URL: diabetes-ratgeber.net, abgerufen am 11. Juni 2018.
  4. Shenfeld, Kiselgorf, Gofrit et al. (2003): The Incidence and Causes of Erectile Dysfunction after Pelvic Fractures Associated with Posterior Urethral Disruption. In: The Journal of Urology. June 2003, Volume 169, Issue 6, pp 2173-2176. 
  5. McVary KT (2005): Erectile Dysfunction and Lower Urinary Tract Symptoms Secondary to BPH. In: European Urology. Volume 47, Issue 6, June 2005. 
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